Schinkel ein Denkmal gesetzt
Am Ende der Vorführung hat Oberbürgermeister Boris Pistorius noch ein besonderes Anliegen: „Packen Sie bitte eine DVD ein und schicken Sie sie an Herrn Sarrazin nach Berlin“, bittet der OB Hildegard Grewe. Die Schulleiterin der Gesamtschule Schinkel nimmt den Vorschlag gerne auf, und auch die übrigen Gäste nicken zustimmend.
Bitte recht freundlich: Die Schüler haben auch OB Boris Pistorius vor die Kamera geholt.
Der Inhalt der DVD ist nämlich ein perfektes Beispiel für gelungene Integration: 19 Schüler der GSS haben sich in ihrem Film „Streifzug Schinkel“ mit ihrem Stadtteil und seinen Bewohnern beschäftigt und ihm so ein kleines Denkmal gesetzt. Der Oberbürgermeister selbst spielt auch mit und bildet quasi den roten Faden des Films. Zwischen den einzelnen Sequenzen wird Pistorius als gebürtiger Schinkelaner während der Fahrt in einem Stadtbus von Ayse Yesil interviewt. „Alle Facetten des Stadtteils sind abgebildet, und es wird auch deutlich, welche Rolle die Schule spielt, das haben sie toll gemacht“, lobt Pistorius die Schüler aus allen drei Schulzweigen und vielen verschiedenen Nationen, die den Film im vergangenen Schuljahr im Rahmen des Wahlpflichtkurses Medien in Eigenregie realisiert haben. Unterstützt wurden sie dabei vom Team des Osnabrücker Instituts für Training & Kommunikation um Karin Aquino und ihren Lehrer Manfred Keßling. Wie viel Engagement in dem Film steckt, wird schnell deutlich. Rund um die Busfahrt mit dem Oberbürgermeister stellen die Schüler sechs wichtige Orte ihres Stadtteils vor. Dazu gehört neben der Schützenstraße und dem Eiscafé Amalfi auch der Ostbunker. Kai Averweser und René Schwarzer haben das Jugendzentrum filmisch unter die Lupe genommen: „Am Anfang war es etwas anstrengend, weil man viel bedenken muss, aber insgesamt hat es sehr viel Spaß gemacht“, sagt Kai, der in dem Film Reporterqualitäten zeigt.
Den gelungenen Streifzug durch ihren Stadtteil beschließen die Jungfilmer in ihrer Schule. Das Schlusswort des Films bleibt dann wieder Boris Pistorius vorbehalten. „Je mehr ein Stadtteil an Lebendigkeit, an Kultur und Lebensfreude hat, desto attraktiver ist er.“
NOZ vom 09.09.2010


